Posts mit Tag ‘Psyche’

nachher

Tuesday, May 26th, 2009

uebergabe1NACH einem Schwangerschaftsabbruch

Verantwortungsvolle Ärzte/Ärztinnen unternehmen alles, um den Eingriff behutsam und rücksichtsvoll vorzunehmen und Ihnen unnötige Schmerzen zu ersparen.

Schmerzen

Chirurgischer Abbruch:

Unmittelbar nach einem chirurgischen Abbruch zieht sich die Gebärmutter zusammen. Selten führt dies kurzfristig zu einem leichten Ziehen oder zu Schmerzen. Falls Sie Schmerzen haben, bekommen Sie selbstverständliche ein zusätzliches Schmerzmittel.

Medikamentöser Abbruch:

Nach der Einnahme der 2. Tabletten (Cyprostol®/Cytotec®), dem Prostaglandin kommt es häufig zu Bauch- und/oder Kreuzschmerzen. Wir empfehlen deshalb gleichzeitig die vorbeugende Einnahme eines Schmerzmittels: Parkemed®, (Ibu-) Brufen 200mg, zB. Dismenol® oder Diclofenac, zB. Voltaren® 50 oder 75mg. Falls Sie Schmerzen haben, sollten Sie rechtzeitig ein Schmerzmittel einnehmen

Blutung

Chirurgischer Abbruch:

Die Blutung nach einem chirurgischen Abbruch ist üblicherweise schwächer als eine normale Regelblutung. Allerdings kann sie unregelmäßig einsetzen, z.B. die ersten 1-2 Tage gar nicht/oder sehr schwach.

In einigen wenigen Fällen kann die Blutung auch stärker sein. Dabei kann das Blut nach dem Austritt aus der Gebärmutter gerinnen sobald es in Kontakt mit der Scheide kommt. Das Blut wird dann als Blutkoagel (gestockter Klumpen) ausgeschieden. (Es sind keine ‚Gewebeklumpen’.) Dies ist ein Zeichen einer stärkeren Blutung.

Mifegyne:

Beim medikamentösen Abbruch beginnt die Blutung meist erst nach der Einnahme des Prostaglandins Cyprostol®/Cytotec® und kann für einige Stunden stärker sein, als die normale Regelblutung. Danach geht dies zurück, kann aber als leichte Schmierblutung 1-2 Wochen andauern.

Geschlechtsverkehr, Tampons, Schwimmen, Baden etc

In den ersten 2 Tagen nach einem Abbruch sollten Sie keinen Geschlechtsverkehr haben und nicht Schwimmen, Baden oder Tampons verwenden. Danach können Sie alles tun, was Ihnen gut tut. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass diese Tätigkeiten nach Ablauf von 2 Tagen zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen würden.

Duschen ist selbstverständlich jederzeit möglich!

Antibiotika

Chirurgischer Abbruch:

Vor einem chirurgischen Abbruch erfolgt immer eine Untersuchung des Scheidensekretes. Falls sich darin oder während dem Abbruch Zeichen einer Entzündung zeigen, bekommen Sie ein Antibiotikum.

Mifegyne:

Beim medikamentösen Abbruch besteht kein erhöhtes Risiko einer Infektion.

Fieber

Sehr selten kommt es nach einem Abbruch zu einer Entzündung. Diese würde sich mit Fieber in den Tagen nach einem Abbruch Fieber äußern. In einem solchen Fall, sollten Sie sich rasch mit Ihrem Arzt/Ärztin  in Verbindung setzen.

Schwangerschaftssymptome: Übelkeit, Brustspannen

Eine allenfalls bestehende Übelkeit geht innerhalb eines Tages nach dem Abbruch zurück. Ein Brustspannen kann manchmal bis zu etwa 3 Wochen bestehen bleiben.

Gelegentlich halten Schwangerschaftssymptome nach dem medikamentösen Abbruch etwas länger an, als nach einem chirurgischen Abbruch.

Schwangerschaftstest

Das Schwangerschaftshormon hCG wird nur langsam vom Körper ausgeschieden und die üblichen Tests sind sehr empfindlich. Deshalb kann ein Schwangerschaftstest bis zum Einsetzen der nächsten Regelblutung ein positives Testergebnis liefern, trotz erfolgtem Abbruch.

Eine Ultraschall-Untersuchung gibt Ihnen verlässlich Auskunft darüber, ob Sie noch schwanger sind, oder nicht.

Krankenstand

Chirurgischer Abbruch:

Üblicherweise erholen Sie sich sehr rasch nach dem chirurgischen Eingriff und ein Krankenstand ist in den allermeisten Fällen nicht notwendig.

Medikamentöser Abbruch:

Die ersten Stunden nach der Einnahme des Prostaglandins Cyprostol®/Cytotec® kann es gelegentlich zu stärkeren Blutungen kommen. Deshalb empfehlen wir Ihnen in dieser Zeit nicht zu arbeiten. Allenfalls kann eine kurzfristige Unterstützung bei der Kinderbetreuung hilfreich sein.

Schwere körperliche Tätigkeit

Für die meisten Frauen ist der Abbruch nicht belastender als eine normale Regelblutung. Das heißt Sie können alles tun, was Ihnen gut tut.

Nachkontrolle

Chirurgischer Abbruch:

Sofort nach einem chirurgischen Abbruch wird immer eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt, damit gewährleistet ist, dass die Gebärmutterhöhle leer ist.

Es ist sinnvoll, wenn Sie einige Wochen später zu Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin gehen, um das weitere Vorgehen bezüglich der Verhütung zu besprechen.

Medikamentöser Abbbruch:

Sie sollten nach 1-3 Wochen eine Ultraschall-Untersuchung machen lassen, um festzustellen, dass die Schwangerschaft wirklich beendet ist!

Nächste Regelblutung

Für den Körper beginnt mit dem Abbruch ein neuer Zyklus. Meist setzt die nächste Regelblutung etwa 4-6 Wochen später ein. Diese kann manchmal etwas stärker als normalerweise sein.

Psychische Befindlichkeit nach einem Schwangerschaftsabbruch:

Viele Frauen erleben die Zeit bis zum Abbruch belastend und fühlen sich nach dem Eingriff erleichtert. (Siehe auch das Buch: ‚Traurig und befreit zugleich, Erfahrungsberichte von Frauen)

Um psychischen Problemen vorzubeugen ist es wichtig, dass die Frau:

- vorher gut informiert wurde

- die Entscheidung selbstbestimmt getroffen hat

- eine wohlwollende, soziale Akzeptanz ihrer Entscheidung in ihrem persönlichen Umfeld erlebt

- in einer angenehmen Atmosphäre optimal medizinisch und menschlich betreut wurde

Ein Schwangerschaftsabbruch kann durchaus auch als Befreiung und Erleichterung erlebt werden. Zeitweise Phasen der Traurigkeit sind Teil eines normalen Verabreitungsprozesses, wie in jeder anderen Krisensituation auch.

Fruchtbarkeit – Verhütung

Die vorliegende Schwangerschaft belegt, dass Sie fruchtbar sind. Ein komplikationsloser Abbruch hat keine negativen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Der nächste Eisprung findet etwa 2 Wochen nach einem Abbruch statt. Dabei können Sie sofort wieder schwanger werden, falls Sie keine sichere Verhütung anwenden. Mit hormonellen Verhütungsmethoden (Pille, Stäbchen, Ring, Pflaster, Drei-Monatsspritze) sollten Sie gleich nach dem chirurgischen Abbruch beginnen. Beim medikamentösen Abbruch können Sie am Tag nach Blutungsbeginn mit einer hormonellen Verhütungsmethode Ihrer Wahl beginnen.

Die Möglichkeit, dass Komplikationen nach einem Schwangerschaftsabbruch auftreten, ist sehr gering, aber wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht in Ordnung ist, sollten Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt/Ärztin Kontakt aufnehmen.

vorher

Tuesday, May 26th, 2009

VOR einem Schwangerschaftsabbruch

Sie sollten sicher sein, dass Sie schwanger sind. Dazu sollten Sie zumindest einen Schwangerschaftstest gemacht haben.
Nach Feststellung der Schwangerschaft werden möglicherweise unterschiedliche Gedanken und Gefühle in Ihnen aufkommen.

Sie sollten sich gut informieren und eine selbstbestimmte Entscheidung treffen.

Falls Sie noch keinen Test gemacht haben oder/und Ihre Entscheidung noch nicht sicher ist, wenden Sie sich an eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe.

Vorheriger Arztbesuch
Ein Besuch beim niedergelassenen Frauenarzt/bei der Frauenärztin kann hilfreich sein, ist aber weder vorgeschrieben noch unbedingt erforderlich.

Beratung in einer Beratungsstelle
Eine Beratung von geschulten Beraterinnen kann für manche Frauen hilfreich sein, andere empfinden es als unnötig. In Österreich und der Schweiz ist eine Beratung in einer der vielen Beratungsstellen freiwillig. In Deutschland ist eine Beratung jedoch verpflichtend. Am Ende der Beratung muß eine Bestätigung ausgestellt werden, unabhängig davon, wie das Gespräch verlaufen ist. Erst drei Tage später ist dann ein Abbruch erlaubt.

Psychische Befindlichkeit
Oft wissen Frauen rasch und klar, wie sie sich nach Feststellen der ungewollten Schwangerschaft entscheiden. Manchmal ist die Situation alles andere als leicht und benötigt Zeit und Gespräche mit vertrauen Menschen.
Schwierig ist die Entscheidung auch wenn von dem Partner keine Unterstützung kommt oder bei moralischem/religiösem Druck von außen. Manchmal kann ein wertfreies Gespräch in einer Beratungsstelle weiterhelfen.

Begleitperson
Gerne können Sie Ihren Partner, eine gute Freundin oder einen anderen vertrauten Menschen mitnehmen. Sie bestimmen, ob Sie jemand begleiten soll oder ob Sie lieber alleine kommen möchten.

Blutgruppe
Falls Sie einen Blutgruppenausweis oder Mutter-Kind-Pass, bzw. Mutter-Pass haben, bringen Sie diesen bitte mit. Sollten Sie keinen Nachweis Ihrer Blutgruppe besitzen, wird Ihnen vorher Blut zur Bestimmung  abgenommen.
Wenn Ihre Blutgruppe Rhesus negativ ist, bekommen Sie nach dem Abbruch ohne Zusatzkosten eine sogenannte „Rhesus – Spritze“. Damit wird einer möglichen Antikörperreaktion, bzw. Problemen bei zukünftigen Schwangerschaften vorgebeugt.

Medikamente
Falls Sie am Morgen regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten Sie diese mit einem Schluck Wasser – wie gewohnt – einnehmen.
Bitte informieren Sie den behandelnden Arzt/Ärztin bei der Terminvereinbarung über Medikamente, die sie regelmäßig einnehmen!

Essen, Trinken, Rauchen, Kaugummi
Wenn Sie eine Vollnarkose gewählt haben:
Sie dürfen 6 Stunden vor der Vollnarkose nichts Essen, Trinken, keinen Kaugummi kauen, Bonbon lutschen oder Rauchen.
Ansonsten besteht das Risiko, dass Sie während der Narkose erbrechen und Mageninhalt in die Luftröhre gelangt, was zu einer schweren Lungenentzündung führen kann.
Vor einer örtlichen Betäubung/Lokalanästhesie:
Bei einem chirurgischen Abbruch in örtlicher Betäubung besteht dieses Risiko nicht. Vielmehr sollten Sie für einen stabilen Kreislauf vor dem Eingriff wie gewohnt Essen und Trinken.
Beim medikamentösen Abbruch:
Sie sollten im Verlauf des medikamentösen Abbruchs wie gewohnt Essen und Trinken.

Piercing
Falls Sie ein Piercing im Mund oder in der Lippe haben, sollten Sie dieses vor einem Abbruch in Vollnarkose entfernen. Alle anderen Piercings können Sie belassen.

Was Sie sonst noch mitbringen sollten

Bei einem chirurgischen Abbruch in Vollnarkose bringen Sie bitte ein langes T-Shirt, eventuell Söckchen und dünne Binden mit.

Wie geht es Frauen nach einem Abbruch

Monday, April 27th, 2009

Psychische Folgen des Schwangerschaftsabbruchs –
brauchen Frauen eine psychologische „Nachbetreuung“?

Die wenigsten Frauen haben nach einem Schwangerschaftsabbruch lang anhaltende psychische Probleme, sofern sie vorher gut informiert wurden, eine klare Entscheidung getroffen haben, sowie in einer angenehmen Atmosphäre optimal medizinisch betreut wurden. Wichtig für eine gute Verarbeitung ist allerdings auch eine soziale Akzeptanz.
Zeitweise Phasen der Traurigkeit sind Teil eines ganz normalen Verarbeitungsprozesses, wie in jeder anderen Krisensituation auch.

Frauen leiden nach einem Abbruch nicht an einem „Post Abortion Syndrom“ – es ist unbestritten, dass einzelne Frauen Mühe haben den Abbruch zu verarbeiten. Der Abbruch dürfte aber in den seltensten Fällen alleinige Ursache dieser psychischen Schwierigkeiten sein – das sogenannte PAS ist eine Erfindung der extremen amerikanischen Abtreibungsgegner. Die APA (American Psychological Association) hat PAS nie anerkannt und 1989 u.a. dazu veröffentlicht:

-Falsche Behauptungen über angeblich weit verbreitete schwerwiegende psychische Auswirkungen der Abtreibung werden als Argument für restriktive
Abtreibungsgesetze verwendet.

-Unwissenschaftliche öffentliche Erklärungen über psychische
Reaktionen nach ungewollter Schwangerschaft und Abtreibung können
ihrerseits emotionalen Stress auslösen

-Die wissenschaftlichen Erkenntnisse stimmen weitgehend darin überein, dass der
legale Abbruch einer Schwangerschaft im ersten Trimenon, für die meisten Frauen
keine psychischen Risiken birgt.

-Die wissenschaftlichen Daten unterstützten in ihrer ganz großen Mehrzahl die
Schlussfolgerung, dass die Wahlfreiheit und der selbstverantwortliche Entscheid der Frau in kritischen Lebenssituationen ihre psychische Gesundheit fördern.

Wenn etwas ungewollt schwangere Frauen traumatisieren kann, dann ist
es der Moralterror von religiösen Fanatikern und deren irreführende
Propaganda.

Im folgenden können Sie hier noch drei ausgewählte Studien zum
Thema psychische Folgen nach einem Schwangerschaftsabbruch
nachlesen:
Nancy Russo (Psychologin/Women´s Studies, Arizona State University) präsentierte auf einer Tagung in Bern 2001 zum Thema „Psychische Folgen des
Schwangerschaftsabbruchs“ eine Studie (Russo & Zierk,1992) in der 5295 Frauen
von 1979 bis 1982 jährlich nach ihrem Wohlbefinden befragt wurden. Es stellte sich heraus, dass der wichtigste Bedingungsfaktor für das psychische Wohlbefinden im Jahr 1987 und für Depressionen im Jahr 1992 das Wohlbefinden 1980 war – völlig unabhängig davon, ob die Frau in der Zwischenzeit einen Schwangerschaftsabbruch hatte oder nicht.
Berufstätigkeit, höheres Einkommen, längere Ausbildung und kleinere Kinderzahl
waren unabhängig voneinander positive Einflussfaktoren für das Wohlbefinden im
Jahr 1987. Hingegen konnte kein unabhängiger Zusammenhang zwischen einem SA und dem psychischen Wohlbefinden nachgewiesen werden.

In einer weiteren Studie von Russo (2001) wurden die Antworten einer Stichprobe von rund 2500 Frauen im Rahmen einer nationalen Gesundheitsbefragung analysiert. Frauen, die über einen SA berichteten, zeigten dabei häufiger Depressionen und hatten öfter Selbstmordgedanken als die Vergleichsgruppe. Gleichzeitig berichteten sie aber auch häufiger über erlebte Vergewaltigungen, über körperliche und sexuelle Gewalt in der Kindheit und über gewalttätige Partner. Wenn diese Faktoren berücksichtigt wurden, gab es wiederum keinen Zusammenhang zwischen einem SA und einem schlechteren psychischen Gesundheitszustand. Das vorbestehende psychische Befinden bestimmt das Befinden einer Frau nach dem SA. Physische Gewalt und sexueller Missbrauch haben einen entscheidenden Einfluss auf das vorbestehende Wohlbefinden. Der SA steht hier in „Wechselbeziehung“ und ist nicht zu verwechseln mit der „Ursache“.

Anne Gilchrist (1995) (Psychologin/Royal Cornhill Hospital UK) arbeitete an einer
Studie in England mit, an der 13000 Frauen, die ungewollt schwanger geworden
waren, beteiligt waren und ihr Einverständnis gegeben hatten, dass in den
Folgejahren ihre Hausärzte gesundheitliche Daten an das Forscherteam weitergab

Das Risiko psychologischer Probleme von Frauen, die eine ungewollte
Sschwangerschaft abbrechen ließen (n= 6410) wurde mit jenen verglichen, die
keinen Abbruch durchführen ließen (n=6151)
Von 1976 bis 1987 wurden die gesundheitlichen Daten der Frauen verglichen:
Resultat: Berücksichtigt man die psychiatrische Vorgeschichte der Frauen, dann
haben Frauen nach einem SA nicht häufiger psychische Probleme als Frauen,
diejenigen die die Schwangerschaft austragen.
Bei jenen Frauen, die schon früher psychische Schwierigkeiten gehabt hatten, traten häufiger psychische Probleme auf als bei Frauen, die vorher keine psychischen Probleme hatten – und zwar sowohl in der Gruppe der Frauen die die SS austrugen als auch in der Gruppe, die einen Abbruch durchführen ließen.
Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass Schwangerschaftsabbruch an sich nicht mit einem erhöhten Risiko späterer psychischer Störungen verbunden ist.
Vorbestehende psychische Probleme erhöhen das Risiko, ob nun die
Schwangerschaft ausgetragen oder abgebrochen wird.

Dieses Wissen kann für die einzelne Frau, die vor dem Entscheid steht wichtig sein
und es ist wichtig für Personen, die in der Beratung tätig sind!
Risikofaktoren, die eine Verarbeitung eines Schwangerschaftsabbruchs erschweren
können, sind psychische oder psychiatrische Vorerkrankungen – aber auch eine
Entscheidung auf äußeren Druck hin, ungünstige Umstände unter welchen der
Eingriff stattfindet, eine geringe soziale Unterstützung und eine bereits weit
fortgeschrittene Schwangerschaft.
Das vorbestehende psychische Befinden bestimmt im Wesentlichen das
psychische Befinden einer Frau nach einem Schwangerschaftsabbruch. Der
Schwangerschaftsabbruch an sich ist nicht mit einem erhöhten Risiko späterer
psychischer Störungen verbunden.

Es gibt auch keine Belege dafür, dass Trennungen in Partnerschaften nach
Schwangerschaftsabbrüchen häufiger vorkommen als bei Paaren, die keinen
Abbruch erlebten. Eine gemeinsame Haltung bei der Entscheidungsfindung kann die Partnerschaft stärken.
Wir erleben es immer wieder, dass für viele Frauen ist die Zeit bis zum Abbruch
viel belastender ist als der Eingriff selbst oder die Zeit danach.
Gespräche und Unterstützung in einem Umfeld das „Akzeptanz in Wohlwollen“
vermittelt, sowie verständnisvolle FreundInnen, Partner und FrauenärztInnen sind hilfreich bei der weiteren psychischen Verarbeitung, so wie bei jeder größeren
Entscheidung im Leben.

Eine ungewollte Schwangerschaft und die daraus resultierende Entscheidung zu
ihrem Abbruch ist ein wichtiges, manchmal auch schmerzhaftes und oft das Leben
veränderndes Ereignis, das durchaus auch positive Folgen haben kann. Wie andere
wichtige Lebensereignisse kann dieser Prozess einen Zuwachs an Kompetenz für
die eigene Lebensgestaltung mit sich bringen.

Der Ausbau zusätzlicher psychologischer Beratungsstellen wird als nicht
notwendig erachtet. Das vorhandene Netzwerk an
Beratungsmöglichkeiten in Salzburg (Frauengesundheitszentrum ISIS,
Sexualberatungsstelle, Psychosomatische Ambulanz am SJS,  Frauentreffpunkt, , Familienberatungsstellen des Landes, Familienberatungsstelle der ProJuventute, Aktion Leben etc…) deckt unserer Ansicht nach die Nachfrage sehr gut ab. Schließlich ist nicht zu erwarten, dass das Angebot des Abbruchs in Salzburg eine Auswirkung auf die Gesamtzahl an Abbrüchen hat.

Noch ein Gedanke zum Schluss:
Ein Schwangerschaftsabbruch ist nichts, worauf eine Frau stolz ist. Es ist auch
nichts, worüber sie sich zu schämen braucht. Es ist ganz einfach etwas, das zu
einem Frauenleben gehören kann.

Quelle: Mag. Petra Schweiger/Frauengesundheitszentrum ISIS

Psychische Reaktionen auf einen Schwangerschaftsabbruch

“Wenn eine ungewollte Schwangerschaft eingetreten ist, gibt es keine psychisch schmerzfreie Lösung dieser Situation. Ein Abbruch kann möglicherweise zu Gefühlen von Bereuen, Schuld oder Verlust führen. Aber auch die Alternativen, wie erzwungene Heirat, Adoptionsfreigabe des Kindes oder die zusätzliche Belastung eines ungewollten Kindes in einer bereits angespannten Beziehung können zu psychischen Problemen für die Frau, das Kind und die Gesellschaft führen. …
Schwere psychische Reaktionen auf einen Abbruch sind selten. Auch Psychosen kommen nur in Ausnahmefällen, mit einer Häufigkeit von 0,3 bis 1,2 auf 1.000 legale Abbrüche vor. Es wurden viele Einzelfallberichte und anekdotische Erzählungen publiziert. Ihnen gemeinsam ist jedoch, daß es dabei keinen klaren Hinweis auf eine ursächliche Verbindung zu dem Abbruch gibt. Obwohl einzelne Frauen und ihre Familie durchaus mit einer überwältigenden emotionalen Antwort auf dieses Ereignis reagieren, kommt dies sehr selten vor.

In der Literatur wurden folgende Frauen als besonders gefährdet für eine negative Reaktion beschrieben, weshalb ihnen eine spezielle Nachbetreuung angeboten werden sollte: Frauen, welche
• eine gewollte Schwangerschaft aus medizinischen Gründen abbrechen
• in ihrer Entscheidung von ihrem Partner/den Eltern nicht unterstützt werden
• gedrängt wurden eine Entscheidung zu treffen, die sie später bereuen
• mit tiefen religiösen Überzeugungen in Konflikt kommen
• generell unsicher sind ob sie schwierige Situationen meistern können
• sich selbst die Schuld geben, daß sie schwanger geworden sind
• die Entscheidung zum Abbruch erst im zweiten Trimenon treffen konnten
• vorhergehende psychische Probleme hatten.

Die große Mehrheit der Frauen wird sowohl kurz nach einem Abbruch, als auch für einige Zeit danach, eine Mischung verschiedenster Gefühle haben, wobei jedoch eine positive Grundtendenz, im Sinne einer Erleichterung, vorherrscht.

Die Zeit der größten Belastung ist wahrscheinlich die Zeit, bevor die Entscheidung getroffen wurde.
Zusammengenommen ergibt sich aus den bisherigen Untersuchungen, daß ein legaler Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft vor der 12. Woche für die meisten Frauen nicht zu einer psychischen Notsituation führt. Sie scheinen dieses Ereignis vielmehr gut zu bewältigen und ihr Leben normal weiterzuführen. Wie bereits im Journal der Amerikanischen Ärztevereinigung (JAMA) publiziert, gibt es derzeit keine glaubwürdigen Hinweise auf die Existenz des sogenannten “postabortion Syndroms.”

(aus: Henry David, Transnational Family Research Institut, Bethesda, USA, in Proceedings of the congress “Abortion Matters”, Amsterdam, 1995)

“Frauen die zwei Jahre zuvor einen medikamentösen Abbruch hatten, unterscheiden sich nicht von denjenigen, die einen chirurgischen Abbruch hatten.Weder in ihrer Gesundheit, noch in ihrer psychischen Verfassung, noch beüglich ihrer Familienplanung. Nahezu alle Frauen legten jedoch großen Wert auf die freie Wahlmöglichkeit zwischen beiden Methoden des Abbruchs.”

(Medical abortion or vacuum aspiration? Two year follow up of a patient preference trial. Br J Obstet Gynaecol 1997)

Wie geht es Frauen danach

Monday, April 27th, 2009

Psychische Reaktionen auf einen Schwangerschaftsabbruch

“Wenn eine ungewollte Schwangerschaft eingetreten ist, gibt es keine psychisch schmerzfreie Lösung dieser Situation. Ein Abbruch kann möglicherweise zu Gefühlen von Bereuen, Schuld oder Verlust führen. Aber auch die Alternativen, wie erzwungene Heirat, Adoptionsfreigabe des Kindes oder die zusätzliche Belastung eines ungewollten Kindes in einer bereits angespannten Beziehung können zu psychischen Problemen für die Frau, das Kind und die Gesellschaft führen.”

Schwere psychische Reaktionen auf einen Abbruch sind selten. Auch Psychosen kommen nur in Ausnahmefällen, mit einer Häufigkeit von 0,3 bis 1,2 auf 1.000 legale Abbrüche vor. Es wurden viele Einzelfallberichte und anekdotische Erzählungen publiziert. Ihnen gemeinsam ist jedoch, daß es dabei keinen klaren Hinweis auf eine ursächliche Verbindung zu dem Abbruch gibt. Obwohl einzelne Frauen und ihre Familie durchaus mit einer überwältigenden emotionalen Antwort auf dieses Ereignis reagieren, kommt dies sehr selten vor.

In der Literatur wurden folgende Frauen als besonders gefährdet für eine negative Reaktion beschrieben, weshalb ihnen eine spezielle Nachbetreuung angeboten werden sollte: Frauen, welche
• eine gewollte Schwangerschaft aus medizinischen Gründen abbrechen
• in ihrer Entscheidung von ihrem Partner/den Eltern nicht unterstützt werden
• gedrängt wurden eine Entscheidung zu treffen, die sie später bereuen
• mit tiefen religiösen Überzeugungen in Konflikt kommen
• generell unsicher sind ob sie schwierige Situationen meistern können
• sich selbst die Schuld geben, daß sie schwanger geworden sind
• die Entscheidung zum Abbruch erst im zweiten Trimenon treffen konnten
• vorhergehende psychische Probleme hatten.

Die große Mehrheit der Frauen wird sowohl kurz nach einem Abbruch, als auch für einige Zeit danach, eine Mischung verschiedenster Gefühle haben, wobei jedoch eine positive Grundtendenz, im Sinne einer Erleichterung, vorherrscht.
Die Zeit der größten Belastung ist wahrscheinlich die Zeit, bevor die Entscheidung getroffen wurde.

Zusammengenommen ergibt sich aus den bisherigen Untersuchungen, daß ein legaler Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft vor der 12. Woche für die meisten Frauen nicht zu einer psychischen Notsituation führt. Sie scheinen dieses Ereignis vielmehr gut zu bewältigen und ihr Leben normal weiterzuführen. Wie bereits im Journal der Amerikanischen Ärztevereinigung (JAMA) publiziert, gibt es derzeit keine glaubwürdigen Hinweise auf die Existenz des sogenannten “postabortion Syndroms.”

(aus: Henry David, Transnational Family Research Institut, Bethesda, USA, in Proceedings of the congress “Abortion Matters”, Amsterdam, 1995)

“Frauen die zwei Jahre zuvor einen medikamentösen Abbruch hatten, unterscheiden sich nicht von denjenigen, die einen chirurgischen Abbruch hatten.Weder in ihrer Gesundheit, noch in ihrer psychischen Verfassung, noch beüglich ihrer Familienplanung. Nahezu alle Frauen legten jedoch großen Wert auf die freie Wahlmöglichkeit zwischen beiden Methoden des Abbruchs.”

(Medical abortion or vacuum aspiration? Two year follow up of a patient preference trial. Br J Obstet Gynaecol 1997)

Frauen berichten

Monday, April 27th, 2009

file_pdf_small Auszüge aus dem Buch ‘Traurig und befreit zugleich’
rororo Sachbuch: download: pdf


Marlene ist 30 Jahre alt und Taxifahrerin. Sie lebt in einer
Wohngemeinschaft, Ihr Schwangerschaftsabbruch liegt vier
Wochen zurück. Für sie war die Entscheidung gleich klar.

«Ich habe irgendwann festgestellt, daß ich schwanger bin. Ich war beim Arzt und habe es mir bestätigen lassen. Ich habe mir dann gleich einen Termin für die Abtreibung im Familienplanungszentrum besorgt. Als ich den Termin hatte, war ich glücklich und befreit. Ich bin schwanger geworden, weil ich die Pille nicht mehr nehmen will. Wir müssen uns seitdem mit Präservativen behelfen oder aufpassen oder sonst etwas. Mein Zyklus war durcheinander gekommen, weil ich im Urlaub war und eine sehr lange Flugreise hatte. Da ist es halt passiert. Es war auch Dummheit. Wir haben nicht richtig aufgepaßt. Ich weiß schon lange, daß ich keine Kinder haben will. Ich finde es nicht naturgegeben, daß wir als Frauen ein Kind haben müssen.

«Es hat mich enorm viel Kraft gekostet»

Sonja ist 35 Jahre alt und als Angestellte halbtags beschäftigt. Sie ist verheiratet und hat einen zwölfjährigen Sohn. Ihr Schwangerschaftsabbruch war vor sechs Wochen, und die psychische Verarbeitung des Erlebten beschäftigt sie noch sehr.

«Wir hatten mit der Temperaturmethode und Kondomen verhütet, und deshalb weiß ich auch nicht, wieso ich schwanger geworden bin. Als ich den Test gemacht hatte, fühlte ich mich in der Klemme. Im Hinterkopf habe ich aber gedacht, wenn mein Mann sich freuen würde, dann würde ich mich auch freuen. Mir war aber klar, daß er das nicht tun würde. Aber es hätte meine Entscheidung stark beeinflußt. Ich hatte dann das Gefühl gehabt, nicht so allein damit zu sein.
Ich habe dann gemerkt, daß es mir peinlich war, schwanger zu sein. Als ob ich dafür allein verantwortlich wäre. Ich habe dafür genausoviel oder sowenig getan wie mein Mann, und trotzdem war es mir peinlich. Ich habe ganz stark gemerkt, daß ich mir wünsche, daß mit dem Thema Abtreibung anders umgegangen wird. Nicht so theoretisch und nicht so moralisch.”

«Es war ein Wendepunkt in meinem Leben»

Christiane ist 26 Jahre alt, Studentin und lebt alleine. Ihr Schwangerschaftsabbruch liegt ein Jahr zurück. Vor dem Schwangerschaftsabbruch hatte ich die Befürchtung, daß ich vielleicht danach Depressionen bekomme. Man hört ja soviel davon. Meine psychische Lage war nicht allzu stabil. Ich habe hinterher bemerkt, daß es einfach nicht zutraf. Es ist nicht zwangsläufig so. Ich wäre nicht in der Lage gewesen, ein Kind wirklich so gut zu erziehen, wie ich es mir wünsche. Gerade durch meine eigene Erfahrung, nicht erwünscht zu sein, war ich bestärkt in meiner Entscheidung. Es ist richtiger, ein Kind nur dann zu bekommen, wenn man es wirklich möchte. Was mir auf dem Herzen liegt und was ich sehr schlimm finde, ist, daß soviel Irrtümer über psychische Folgen verbreitet sind. Daß nicht gefragt wird, haben mögliche Folgen wirklich etwas mit dem Abbruch zu tun oder nicht viel mehr mit der Situation, in der die Frau lebt. Daß sie vielleicht allein ist oder so. Wenn eine Frau beim Abbruch ganz schlecht behandelt wird, geht es ihr danach sicher schlecht. Es ärgert mich, daß da soviel vermischt wird. »

Lesen Sie den Volltext und andere weitere Erlebnisberichte unter http://abtreibung.at/traurig-und-befreit-zugleich

Buchempfehlungen

Friday, April 24th, 2009

21tszkzkwkl_sl500_aa140_Traurig und befreit zugleich -
Psychische Folgen des Schwangerschaftsabbruchs
Marina Knopf, Elfie Mayer, Elsbeth Meyer,
Familienplanungszentrum Hamburg
rororo Sachbuch, Hamburg 1995,
Vergriffen, hier können Sie das Buch downloaden:
file_pdf_small Download als pdf

Eine Studie des Familienplanungszentrums entlarvt den Mythos, dass Abtreibungen für Frauen grundsätzlich traumatisch seien. Frauen, deren Schwangerschaftsabbruch entweder acht Jahre, ein Jahr oder wenige Wochen zurückliegt, wurden ausführlich befragt. Die Ergebnisse dieser aufschlußreichen Untersuchung, verdichtet in zwölf Fallgeschichten, referiert dieses Buch. Die abtreibenden Frauen selbst berichten von ihren Erfahrungen, die insbesondere für Frauen vor oder nach einem Schwangerschaftsabbruch hilfreich sein können. Besonderes Augenmerk gilt den Bedingungen, die dazu führen, daß Frauen unter einer Abtreibung leiden und der Frage, welche Umstände helfen, einen Schwangerschaftsabbruch gut zu verarbeiten.

Broschüre ungewollt schwanger in Österreich
Das Netzwerk der österreichischen Frauengesundheitszentren hat eine Broschüre zum Thema Schwangerschaftsabbruch erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Frauenreferat der Stadt Graz.

file_pdf_small download pdf: Broschüre ungewollt schwanger

Inhaltsverzeichnis
Vorworte
Alles was Recht ist
Wann beginnt eine Schwangerschaft?
Innerhalb der ersten drei Monate
Nach dem dritten Monat
Junge Frauen unter 18
Frauen leben zyklisch
Wann kann frau schwanger werden?
Bin ich schwanger?
Ungewollt schwanger
„Ich dachte, die Welt stürzt ein“
Wie werden Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt?
Was kostet ein Schwangerschaftsabbruch?
Nach einem Schwangerschaftsabbruch
Verhütungsmittel
Wie kann ich eine neuerliche Schwangerschaft verhüten?
Verhütung im Notfall: Pille danach und Spirale
Büchertipps
Nützliche Links
Adressen
Frauengesundheitszentren
Weitere Beratungsstellen
Wo werden Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt?

51e9p0kj16l_sl500_aa240_Tabuthema Abtreibung
von Michele Minelli, Verlag Paul Haupt, Bern 2000

Bestellen: amazon.de

In diesem Buch erzählen Frauen und Männer über ihre Beweggründe, in einer bestimmten Lebenssituation zu einem Kind Nein zu sagen.
Michèle Minelli hat zahlreiche Gespräche geführt, und das macht den grössten Wert dieses tief berührenden Buches aus. Gerade, wer Abtreibungen ablehnt, vielleicht verabscheut, möge sich einlassen auf den anderen Lebensstandpunkt, möge verstehen, wie eine Frau dazu kommt, abzutreiben. Für den Mann ist es vielleicht noch wichtiger. Denn an ihm mag es auch liegen, dass eine Frau diesen schwerwiegenden Schritt tut.

In der Schweiz werden pro Jahr 12.700 legale Abtreibungen vorgenommen, die Zahl der abtreibungsliberalen Kantone ist seit den 70er Jahren von sechs auf fünfzehn angestiegen. Hinter solchen Zahlen stehen nicht nur Frauen, die um Entscheidungen in ihrem Leben kämpfen, sondern auch Angehörige und Freunde, die sich damit auseinander zu setzen haben. Wie läuft ein solcher Eingriff ab, was passiert aus seelischer und medizinischer Sicht? Welches sind die rechtlichen Grundlagen in den verschiedenen Kantonen? Wie verarbeiten die Beteiligten ihre Eindrücke? Sachlich und offen liefert das Buch Antworten auf Fragen rund um das Tabuthema Abtreibung. Ein Serviceteil vermittelt Adressen der wichtigsten Beratungsstellen, Hilfsorganisationen und Familienplanungsinstitutionen in der Schweiz.

traubodKleiner Eingriff – großes Trauma? Schwangerschaftskonflikte, Abtreibung und die seelischen Folgen, Maja Langsdorff

Bestellen: amazon.de

Können Abtreibungen seelisch krank machen? Immer wieder hört und liest man, daß Frauen, die ihre unerwünschte Schwangerschaft abbrechen lassen, schwere seelische Folgen drohen.
Dieses Buch geht der Frage nach, ob einer Frau nach einem Schwangerschaftsabbruch wirklich psychische Probleme drohen.Das Risiko einer seelischen Beeinträchtigung besteht tatsächlich, doch ist es nicht schicksalhaft. Depressionen, Schuldgefühle und das Absinken der Selbstachtung wären vermeidbar, würden Mutterschaft einerseits und das Nein zum Kind andererseits nicht zu Weltanschauungsfragen hochstilisiert. Entgegen anderslautenden Gerüchten haben nur wenige Frauen nach einer Abtreibung – vorübergehend – seelische Beschwerden. Den meisten bleibt die Zeit »davor« viel frischer und grausamer im Gedächtnis haften.

In Verantwortung entscheiden: Schwangerschaftsabbruch – Frauen berichten aus ihrer Erfahrung , von Bernadette Kurmann (Taschenbuch), Schweizer Ver. f. Straflosigkeit d. Schwangerschaftsabbruchs, 1998

Bestellen: amazon.de

15 authentische Berichte von Frauen zwischen 84 und 25 Jahren. Interviews mit 6 Fachleuten.
Oft verhindern einige schmerzliche Erfahrungen, ein grosses Thema neu anzuschauen, ein Thema, das aktuell bleibt, solange Menschen leben. Und wie leicht verfallen wir in den Mythos, mit dem Worte wie “Mutterschaft”, “Leben schenken” und so weiter behaftet sind; dieser Mythos vernebelt Tatsachen und Wahrheiten auf angenehmste Weise und ist doch nur Abwehr. In diesem Buch bemühen sich Menschen in einfachen Worten, die Wahheit zu finden. Das Wort Abbruch löst bei fast jeder Frau einen Entscheidungskonflikt aus. Sie weiss genau, dass diese Entscheidung nicht nur sie betrifft, sonder auch eine Beziehung, eine Umgebung, eine Zukunft. Soll sie zusätzlich belastet werden mit gesetzlichen Vorschriften? In diesem Buch kommen Frauen und Fachleute zu Wort, die unmittelbar vom Thema betroffen sind.

41p0q3mdpnl_bo2204203200_pisitb-sticker-arrow-clicktopright35-76_aa240_sh20_ou03_Jetzt kein Kind. Warum Abtreibung eine positive Entscheidung sein kann. von Patricia Lunneborg (Taschenbuch)

Beltz Verlag ISBN-10: 3-407-22845-7 ISBN-13: 978-3-407-22845-1

Bestellen: amazon.de

Patricia Lunneborg hat ein bisher einzigartiges Beratungsbuch geschrieben: Erstmalig schildert sie die positiven Folgen, die eine Abtreibung für Frauen und ihre Familien hat und widerspricht so den meisten zum gleichen Thema erschienenen Bewältigungsratgebern .

Beschreibung

Sie zeigt beispielsweise, dass

- das vielzitierte Stresssymptom nach einer Abtreibung größtenteils ein Mythos ist;

- der triftigste Grund für einen Schwangerschaftsabbruch der Wunsch ist, kein ungewolltes Kind zur Welt zu bringen;

- viele Frauen Erleichterung empfinden und das Gefühl haben, ihr Leben selbst zu bestimmen.

Das Buch bietet eine unerlässliche Informationsquelle und Entscheidungshilfe für jede Frau, die darüber nachdenkt, ob eine Abtreibung für sie das Richtige ist, – wie auch für Beraterinnen, Angehörige und alle, die am Schwangerschaftsabbruch mittelbar mitwirken.

Aktuelles statistisches Material und ein Anhang mit Informationen zur Gesetzeslage und Adressen in der BRD, in Österreich und der Schweiz ergänzen diesen wichtigen Ratgeber.