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uebergabe1NACH einem Schwangerschaftsabbruch

Verantwortungsvolle Ärzte/Ärztinnen unternehmen alles, um den Eingriff behutsam und rücksichtsvoll vorzunehmen und Ihnen unnötige Schmerzen zu ersparen.

Schmerzen

Chirurgischer Abbruch:

Unmittelbar nach einem chirurgischen Abbruch zieht sich die Gebärmutter zusammen. Selten führt dies kurzfristig zu einem leichten Ziehen oder zu Schmerzen. Falls Sie Schmerzen haben, bekommen Sie selbstverständliche ein zusätzliches Schmerzmittel.

Medikamentöser Abbruch:

Nach der Einnahme der 2. Tabletten (Cyprostol®/Cytotec®), dem Prostaglandin kommt es häufig zu Bauch- und/oder Kreuzschmerzen. Wir empfehlen deshalb gleichzeitig die vorbeugende Einnahme eines Schmerzmittels: Parkemed®, (Ibu-) Brufen 200mg, zB. Dismenol® oder Diclofenac, zB. Voltaren® 50 oder 75mg. Falls Sie Schmerzen haben, sollten Sie rechtzeitig ein Schmerzmittel einnehmen

Blutung

Chirurgischer Abbruch:

Die Blutung nach einem chirurgischen Abbruch ist üblicherweise schwächer als eine normale Regelblutung. Allerdings kann sie unregelmäßig einsetzen, z.B. die ersten 1-2 Tage gar nicht/oder sehr schwach.

In einigen wenigen Fällen kann die Blutung auch stärker sein. Dabei kann das Blut nach dem Austritt aus der Gebärmutter gerinnen sobald es in Kontakt mit der Scheide kommt. Das Blut wird dann als Blutkoagel (gestockter Klumpen) ausgeschieden. (Es sind keine ‚Gewebeklumpen’.) Dies ist ein Zeichen einer stärkeren Blutung.

Mifegyne:

Beim medikamentösen Abbruch beginnt die Blutung meist erst nach der Einnahme des Prostaglandins Cyprostol®/Cytotec® und kann für einige Stunden stärker sein, als die normale Regelblutung. Danach geht dies zurück, kann aber als leichte Schmierblutung 1-2 Wochen andauern.

Geschlechtsverkehr, Tampons, Schwimmen, Baden etc

In den ersten 2 Tagen nach einem Abbruch sollten Sie keinen Geschlechtsverkehr haben und nicht Schwimmen, Baden oder Tampons verwenden. Danach können Sie alles tun, was Ihnen gut tut. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass diese Tätigkeiten nach Ablauf von 2 Tagen zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen würden.

Duschen ist selbstverständlich jederzeit möglich!

Antibiotika

Chirurgischer Abbruch:

Vor einem chirurgischen Abbruch erfolgt immer eine Untersuchung des Scheidensekretes. Falls sich darin oder während dem Abbruch Zeichen einer Entzündung zeigen, bekommen Sie ein Antibiotikum.

Mifegyne:

Beim medikamentösen Abbruch besteht kein erhöhtes Risiko einer Infektion.

Fieber

Sehr selten kommt es nach einem Abbruch zu einer Entzündung. Diese würde sich mit Fieber in den Tagen nach einem Abbruch Fieber äußern. In einem solchen Fall, sollten Sie sich rasch mit Ihrem Arzt/Ärztin  in Verbindung setzen.

Schwangerschaftssymptome: Übelkeit, Brustspannen

Eine allenfalls bestehende Übelkeit geht innerhalb eines Tages nach dem Abbruch zurück. Ein Brustspannen kann manchmal bis zu etwa 3 Wochen bestehen bleiben.

Gelegentlich halten Schwangerschaftssymptome nach dem medikamentösen Abbruch etwas länger an, als nach einem chirurgischen Abbruch.

Schwangerschaftstest

Das Schwangerschaftshormon hCG wird nur langsam vom Körper ausgeschieden und die üblichen Tests sind sehr empfindlich. Deshalb kann ein Schwangerschaftstest bis zum Einsetzen der nächsten Regelblutung ein positives Testergebnis liefern, trotz erfolgtem Abbruch.

Eine Ultraschall-Untersuchung gibt Ihnen verlässlich Auskunft darüber, ob Sie noch schwanger sind, oder nicht.

Krankenstand

Chirurgischer Abbruch:

Üblicherweise erholen Sie sich sehr rasch nach dem chirurgischen Eingriff und ein Krankenstand ist in den allermeisten Fällen nicht notwendig.

Medikamentöser Abbruch:

Die ersten Stunden nach der Einnahme des Prostaglandins Cyprostol®/Cytotec® kann es gelegentlich zu stärkeren Blutungen kommen. Deshalb empfehlen wir Ihnen in dieser Zeit nicht zu arbeiten. Allenfalls kann eine kurzfristige Unterstützung bei der Kinderbetreuung hilfreich sein.

Schwere körperliche Tätigkeit

Für die meisten Frauen ist der Abbruch nicht belastender als eine normale Regelblutung. Das heißt Sie können alles tun, was Ihnen gut tut.

Nachkontrolle

Chirurgischer Abbruch:

Sofort nach einem chirurgischen Abbruch wird immer eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt, damit gewährleistet ist, dass die Gebärmutterhöhle leer ist.

Es ist sinnvoll, wenn Sie einige Wochen später zu Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin gehen, um das weitere Vorgehen bezüglich der Verhütung zu besprechen.

Medikamentöser Abbbruch:

Sie sollten nach 1-3 Wochen eine Ultraschall-Untersuchung machen lassen, um festzustellen, dass die Schwangerschaft wirklich beendet ist!

Nächste Regelblutung

Für den Körper beginnt mit dem Abbruch ein neuer Zyklus. Meist setzt die nächste Regelblutung etwa 4-6 Wochen später ein. Diese kann manchmal etwas stärker als normalerweise sein.

Psychische Befindlichkeit nach einem Schwangerschaftsabbruch:

Viele Frauen erleben die Zeit bis zum Abbruch belastend und fühlen sich nach dem Eingriff erleichtert. (Siehe auch das Buch: ‚Traurig und befreit zugleich, Erfahrungsberichte von Frauen)

Um psychischen Problemen vorzubeugen ist es wichtig, dass die Frau:

– vorher gut informiert wurde

– die Entscheidung selbstbestimmt getroffen hat

– eine wohlwollende, soziale Akzeptanz ihrer Entscheidung in ihrem persönlichen Umfeld erlebt

– in einer angenehmen Atmosphäre optimal medizinisch und menschlich betreut wurde

Ein Schwangerschaftsabbruch kann durchaus auch als Befreiung und Erleichterung erlebt werden. Zeitweise Phasen der Traurigkeit sind Teil eines normalen Verabreitungsprozesses, wie in jeder anderen Krisensituation auch.

Fruchtbarkeit – Verhütung

Die vorliegende Schwangerschaft belegt, dass Sie fruchtbar sind. Ein komplikationsloser Abbruch hat keine negativen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Der nächste Eisprung findet etwa 2 Wochen nach einem Abbruch statt. Dabei können Sie sofort wieder schwanger werden, falls Sie keine sichere Verhütung anwenden. Mit hormonellen Verhütungsmethoden (Pille, Stäbchen, Ring, Pflaster, Drei-Monatsspritze) sollten Sie gleich nach dem chirurgischen Abbruch beginnen. Beim medikamentösen Abbruch können Sie am Tag nach Blutungsbeginn mit einer hormonellen Verhütungsmethode Ihrer Wahl beginnen.

Die Möglichkeit, dass Komplikationen nach einem Schwangerschaftsabbruch auftreten, ist sehr gering, aber wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht in Ordnung ist, sollten Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt/Ärztin Kontakt aufnehmen.