Österreichischer Verhütungsreport 2012

Repräsentative Umfrage unter 16–49-jährigen Frauen und Männern

Die meisten Frauen und Männer wünschen sich Kinder, allerdings möchten sie die Anzahl und den Zeitpunkt bewusst entscheiden. Deshalb ist die Prävention ungewollter Schwangerschaften ein zentrales Thema. Bislang gibt es keine repräsentative Untersuchung, wie ÖsterreicherInnen verhüten. Das Team des Gynmed Ambulatorium für Schwangerschaftsabbruch und Familienplanung in Wien und Salzburg engagiert sich seit über 10 Jahren im Bereich der reproduktiven Gesundheit, unter anderem auch durch wissenschaftliche Untersuchungen, um die Qualität von Präventionsmaßnahmen zu verbessern.

Im Rahmen dieser Studie wurde erhoben welche Verhütungsmethoden Frauen und Männer in Österreich anwenden und welche Kriterien bei der Auswahl der Methode wichtig sind. Weiter wurde erfragt, welches Wissen die Menschen über die Wirksamkeit der angewendeten Methoden haben, die Einstellung zur Menstruation, ob Verhütungsmittel und der Schwangerschaftsabbruch auf Krankenschein erhältlich sein sollen, sowie der Umgang mit einer ungewollten Schwangerschaft. Die Ergebnisse dieser Befragung sind als Grundlage für Maßnahmen zur besseren Anwendung von wirksamen Verhütungsmethoden gedacht und sollen damit zur besseren Prävention ungewollter Schwangerschaften beitragen.

>> Den gesamten Verhütungsreport finden sie auf gynmed.at

Protest á la Brasiliana

Der Text des Plakates heißt übersetzt:
Ich bin nicht aus deiner Rippe entstanden – Du aber aus meiner Gebärmutter!

Neue Studie: Liberale Gesetze bedeuten weniger Abtreibungen

Restriktive Abtreibungsgesetze senken nicht die Rate von Schwangerschaftsabbrüchen und forcieren unsichere Abtreibungen, sagt eine WHO-Studie
Die Abtreibungsrate sinkt weiter, doch in weitaus geringerem Maße als in den 90ern. Steigend sind hingegen die für Frauen so gefährlichen heimlichen und nicht professionell durchgeführten Abbrüche. (more…)

Video über die “Pille danach”

Seit gut einem Jahr ist die “Pille danach” rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Das wissen nach wie vor wenige. Dr. Christian Fiala und Petra Schweiger im Interview.

Die Pille-danach können Sie nach einem ungeschützten oder unzureichend geschützten Geschlechtsverkehr anwenden. Die Pille-danach bewirkt keinen Schwangerschaftsabbruch!

Die Frau nimmt sie nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr so früh wie möglich, am besten innerhalb von zwölf Stunden, keinesfalls aber später als 72 Stunden (drei Tage) danach.

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w24.at

Danke, Johanna Dohnal !

dohnalWir haben Johanna Dohnal viel zu verdanken: Sie war als Staatssekretärin für Frauenfragen und als Bundesfrauenvorsitzende der SPÖ wesentlich daran beteiligt, dass heute jede Frau in Österreich ihre Schwangerschaft legal beenden kann, wenn das für sie notwendig ist.

Ende Jänner nahm Dohnal noch an einem Pressegespräch des Museums für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch teil, bei dem sie über den langen Kampf berichtete, bis schließlich im Jänner 1975 der ärztliche Schwangerschaftsabbruch legal wurde.

Originalzitat vom 25.1.2010: “Die Verfügbarkeit über den Körper der Frau, über ihre Geburtsfähigkeit, das ist der wirkliche Grund, warum es immer wieder Gegner gibt von der freien Entscheidung für Frauen – die sie sicher nicht aufgeben werden.”

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Geplatzt! Klinik schlägt Alarm: Kondome halten nicht, was sie versprechen

“Pille danach“ oft einzige Rettung. VerhütungsexpertInnen verlangen jetzt den sofortigen  rezeptfreien Verkauf.  (Wien, Salzburg 3.11.2009)

Kondome sind offensichtlich wenig zuverlässig: Ein Drittel aller ungewollten Schwangerschaften (35%) passiert trotz Verwendung eines Kondoms. Noch häufiger kommen nur jene Frauen zum Abbruch, die gar nicht verhütet haben. Diese erschreckende Zahl präsentiert das Wiener Gynmed Ambulatorium und zeigt somit, wie groß der Unsicherheitsfaktor Kondom ist: Nach einem Abbruch geben 45% der Frauen an, sich in Zukunft auf die Pille zu verlassen – nur 4% werden auch in Zukunft auf Kondome setzen. Diese Daten wurden von Gynmed-Leiter DDr. Christian Fiala und seinem Ärzte-Team erhoben. Sie sind das Ergebnis einer mehrjährigen Studie, die der Gynäkologe mit mehr als 5000 Frauen nach einem Abbruch durchgeführt hat. 

(more…)

Schwangerschaftsabbruch ist Frauenrecht!

petition2Unterstützen Sie die Petition

34 Jahre nach Einführung der Fristenlösung muss das Recht auf Schwangerschaftsabbruch erneut verteidigt werden.

Unterstützen auch Sie die Forderungen zur Fristenlösung, die von den Grünen gemeinsam mit ExpertInnen an einem Runden Tisch erarbeitet wurden:

* Entkriminalisierung
* Möglichkeit des Abbruchs an allen öffentlichen Spitälern
* Kostenübernahme durch die Krankenkasse
* energisches Vorgehen gegen den Psychoterror vor Gesundheitseinrichtungen.

Unterschreiben Sie die Online-Petition:
formular
Sagen Sie es weiter!

Die von Ihnen unterstützten Forderungen werden die Grünen als Antrag im Nationalrat bzw. Wiener Gemeinderat einbringen.

Demo in München

mybodymychoiceWie schon im vergangenen Jahr, planen die so genannten „Lebensschützer“ auch 2009 wieder einen „Gebetsmarsch“ unter dem Motto „1000 Kreuze für das Leben“ in München, diesmal am Samstag, 10. Oktober.

Wir halten es für wichtig, dass wir uns gemeinsam, laut, kreativ und kraftvoll den „Lebensschützern“ in den Weg stellen und deutlich machen, dass jede Frau immer und überall das Selbstbestimmungsrecht über ihren eigenen Körper hat, das ihr keine_r absprechen kann.

Mehr Info:  my-body-my-choice

Umfrage zum Thema Schwangerschaftsabbruch

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  • Die Mehrzahl der Wiener Frauen, nämlich 85%, haben schon einmal etwas von religiös motivierten Aktivisten vor Abtreibungskliniken gehört, gesehen oder gelesen
  • Ebenso viele (84%) empfinden es als Belästigung, dass religiöse Aktivisten die betreffende Frauen am Betreten derartiger Kliniken behindern wollen
    • Unter Frauen, die mit Kindern im Haushalt leben, ist diese Beurteilung sogar noch ausgeprägter (92%)
  • 12% der Frauen geben an, derartige Aktivisten schon einmal persönlich erlebt zu haben -Wobei die Dunkelziffer hier weitaus höher liegen dürfte
  • 60% der Wienerinnen sind für ein Verbot religiöser Belästigungen vor Abtreibungskliniken
    • Unter Frauen, die mit Kindern im Haushalt leben, ist dieser Wunsch sogar noch ausgeprägter (72% Zustimmung)
  • Für die meisten Wienerinnen sind Stellungnahmen der röm.-kath. Kirche zum Thema Abtreibung überhaupt (48%) oder eher (19%) unwichtig
    • Unter Frauen, die mit Kindern im Haushalt leben, ist dieser Wunsch sogar noch ausgeprägter (67% „überhaupt nicht wichtig“)

Fachtagung VSSB Zürich – 7.Mai 2009

Anläßlich der Fachtagung des Verbandes der Schwangerschafts- und SexualberaterInnen in Zürich wurden Zahlen und Fakten zum Schwangerschaftsabbruch in der Schweiz präsentiert.

Hier können Sie die Informationen downloaden:

svss-uspda.ch – fakten-und-zahlen.pdf