„Mein Bauch gehört mir!“ – Ist das so? Selbstbestimmung auf dem Prüfstand.

HAYMON Verlag, 30.01.2021

Im Leben eines jeden Menschen werden Kinderwunsch (oder eben keiner) und Schwangerschaft irgendwann einmal Thema. Ob als hypothetische Frage an sich selbst bei einem verspäteten Eintreten der Regelblutung, als Frage zur Familienplanung in einer Partner*innenschaft, als gesellschaftliche Erwartung von außen an uns herangetragen – oder als ganz konkrete Situation: als positiver Schwangerschaftstest. Für einige wird ein positiver Test die Erfüllung eines langgehegten Traumes sein. Für andere hingegen ein großer Schock. Ob als Frau* oder Partner*in. Jede*r wird für sich abwägen: Wie geht es mir damit? Wie geht es uns damit? Können wir einem (weiteren) Kind ein gutes Leben bieten? Und: Möchten wir das überhaupt, schwanger sein und ein Kind bekommen? Wenn wir uns dagegen entscheiden: Wie lange ist ein Schwangerschaftsabbruch möglich? Wo kann ich ihn vornehmen lassen und wo finde ich Unterstützung? Wir haben mit Dr.in Bettina Zehetner von der Beratungsstelle Frauen* beraten Frauen* und mit der Klinischen Psychologin und Gesundheitspsychologin Mag.a Petra Schweiger darüber gesprochen, welchen Zugang Frauen* zu Schwangerschaftsabbrüchen haben und vor welchen Herausforderungen sie stehen, haben sie sich einmal für einen Abbruch entschieden.

Zum Artikel: „Mein Bauch gehört mir!“ – Ist das so? Selbstbestimmung auf dem Prüfstand.

7 Tage… In der Abtreibungsklinik

SWR Doku, 11.11.2020

Jede fünfte Frau hat laut Statistik in ihrem Leben einmal abgetrieben. Würde bedeuten: Viele von uns kennen eine, die das erlebt hat. Doch nur wenige wissen davon. Auch 2020 sind Schwangerschaftsabbrüche für viele ein Tabu. Deshalb bleibt vieles im Unklaren: Wie läuft eine Abtreibung ab? Was für Gründe haben Frauen, die abtreiben? Und warum entscheidet sich ein Arzt für so einen Beruf? Um Antworten zu finden, war SWR-Reporterin Luisa Szabo sieben Tage lang in einer der größten deutschen Abtreibungskliniken.

Zum SWR Doku YouTube Kanal: https://youtube.com/c/SWRDoku

§ 218: Einfach abschaffen?

www.zdf.de, 14.03.2019

Ausschnitt einer Sendung in ZDF Kultur. Dr Christian Fiala spricht über Restriktionen in Deutschland und den § 218.

Zur ganzen Sendung: ZDF Kultur „Lass uns reden“

Abtreibung schwer gemacht

www.ardmediathek.de, 23.08.2018

Immer weniger Ärzte bieten Schwangerschaftsabbrüche an. „Eigentlich ist der 70 jährige seit 3 Jahre in Rente. Doch weil viele Frauen ohne ihn aufgeschmissen wären, operiert er weiter.“

Zum Bericht: ARD Kontraste

Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verboten

www.arte.tv, 22. November 2017

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche muss sich eine Ärztin in Gießen vor Gericht verantworten. Denn in den ersten 12 Wochen nach einer Beratung ist eine Abtreibung zwar straffrei, aber die Ärzte sollen nicht darüber informieren. In Österreich sieht man das öffentliche Informationsverbot in Deutschland mit Skepsis.

Zum Bericht: Arte Journal

Studie belegt erneut die Entscheidungssicherheit von Frauen

www.profamilia.de, April 2015, von Petra Schweiger

Eine neue, prospektive Langzeitstudie zeigt: 95 Prozent der Frauen sind auch drei Jahre nach einem Schwangerschaftsabbruch sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Immer noch wird in der öffentlichen Diskussion behauptet, dass ein Schwangerschaftsabbruch für Frauen ein psychisches Risiko darstelle und Betroffene den Schwangerschaftsabbruch später bereuen würden. Diese als „Post-Abortion-Syndrom“ bezeichneten Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs werden angeführt, obwohl es keinen wissenschaftlichen Beleg dafür gibt und das „PAS“ weder in den Diagnosemanuals ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch im DSM-V der American Psychiatric Association (APA) als psychische Beeinträchtigung anerkannt ist.
Vielmehr zeigen bisherige seriöse Untersuchungen, dass das allgemein vorbestehende psychische Befinden der Frauen der wesentliche Indikator dafür ist, wie es Frauen nach dem Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft geht.

Zum Artikel: Schwangerschaftsabbruch (Pro Familia Magazin 4/2015)

Aspekte zur rezeptfreien Pille danach in Österreich

www.profamilia.de, Februar 2014, von Regine Wlassitschau

„Niemand kommt auf die Idee, dass die Menschen unvorsichtiger Auto fahren, weil sie einen Verbandskasten dabei haben“ Aufgrund der großen Nachfrage nach der Pille danach und in dem Bemühen, die Prävention ungewollter Schwangerschaften zu verbessern, verfasste das Gesundheitsministerium bereits vor der Rezeptfreistellung ein Informationsschreiben an die Österreichische Apothekerkammer. Darin wird betont, dass die Pille danach im „Notfall“, wie jedes andere rezeptpflichtige Medikament auch, in der Apotheke verkauft werden darf.

In der Beratung haben insbesondere die österreichischen Frauengesundheitszentren diesen Sachverhalt immer wieder betont und Frauen/Mädchen ermutigt, selbstbewusst „im Notfall“ nach dem Medikament zu verlangen und sich auf dieses Schreiben zu beziehen.
Für viele war es dennoch ein Spießrutenlauf und ein Wettlauf mit der Zeit, bis sie die gewünschte Tablette einnehmen konnten.

Zum Artikel: Pille danach (Pro Familia Magazin 2/2014)

Ihr Bauch gehört nicht ihr

www.zeit.de, 9. Juli 2015, von Astrid Prange

Im katholischen Lateinamerika gelten noch harte Abtreibungsgesetze. Sie sind ein Drama vor allem für sehr junge Schwangere und für Vergewaltigungsopfer. Jetzt bereist der Papst den Kontinent. Bringt er eine Wende?

Die Antworten des vergewaltigten Mädchens sind kurz, das Schweigen dazwischen währt endlos. „Wie lange hat dein Vater das mit dir gemacht?“ – „Sehr lange.“ – „Hast du es deiner Mutter erzählt?“ – „Ja.“ – „Wusstest du, dass du schwanger bist?“ – „Nein.“
20.000 Zuschauer haben dieses Fernsehinterview mit einem schwangeren Mädchen aus dem brasilianischen Recife auf der Website des Senders TV Jornal/SBT angeklickt. 4. Juli 2013: Da ist das Mädchen im dritten Monat schwanger. Vier Jahre lang wurde die Zwölfjährige vom eigenen Vater sexuell missbraucht. Wenige Tage nach dem Fernsehinterview ist sie nicht mehr schwanger. Die Familie hat sich für eine Abtreibung entschieden. Nach brasilianischer Gesetzgebung ist dies nach einer Vergewaltigung erlaubt.
Aus den kurzen Antworten, die das Mädchen damals im Fernsehen gibt, spricht ein Leid, das viele Frauen in Lateinamerika kennen. Denn der Traditionalismus des Kontinents hat eine dunkle Seite, dazu gehören häusliche Gewalt, das Schweigen der Opfer und rigide Abtreibungsvorschriften, die in mehreren Ländern die Abtreibung auch dann verbieten, wenn die Schwangerschaft gewaltsam zustande kam.

Zum Artikel: www.zeit.de
Siehe dazu auch den Film: abortionfilms.org

Podiumsdiskussion: 40 Jahre Fristenlösung in Österreich

1975 wurde der Schwangerschaftsabbruch legalisiert, verblieb allerdings im Strafgesetz und gilt weiterhin als Straftat. Die Streichung des Gesetzes – wie in Kanada bereits 1988 – ist ein wichtiger politischer Schritt in die Zukunft!

26. Mai 2015, 19 Uhr
AK Bildungszentrum
1040 Wien, Theresianumgasse 16-18

„Ungewollt schwanger: wer soll entscheiden?
40 Jahre Fristenlösung und immer noch im Strafgesetz“

Das MUVS Wien – Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch – nimmt den öffentlichen Diskurs über die Streichung der Abtreibungsparagraphen aus dem Strafgesetz wieder auf und lädt zur großen öffentlichen Podiumsdiskussion, u.a. berichten Podiumsgäste von der Streichung in Kanada seit 1988 und aus Ländern, wo Abbruch streng verboten ist, Frauen deshalb großen gesundheitlichen und rechtlichen Risiken ausgesetzt sind – und über die Online Plattform „Women on Web“, selbst Medikamente zur Abtreibung bestellen können.

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Abortion Denied: Consequences for Mother and Child

huffingtonpost.com, 06/02/2015 by David A. Grimes

Woman sitting on a bench, Yagi Studio via Getty Images

Woman sitting on a bench, Yagi Studio via Getty Images

Abortion solves a problem. When this solution is denied or inaccessible, the unwanted, dangerous, or abnormal pregnancy persists. What happens thereafter to the woman and her child?

Both common sense and empirical evidence suggest that children fare best when they are wanted and loved. Studies using many different measures concur. For example, unwanted children are at increased risk of juvenile delinquency. One study from Washington State found that children born to unwed teenagers had an 11-fold higher risk of becoming chronic juvenile delinquents than did other children. Other studies have found the combination of a complicated birth and maternal rejection to be associated with juvenile crime.

However, several landmark studies with contemporaneous comparison groups offer the greatest insight into the consequences of giving birth to an unwanted child. Longitudinal studies in Sweden and Czechoslovakia have followed women and their children forward in time from abortion denial; some of these studies have tracked their offspring for several decades. Rather than dramatic harms, these studies portray lifetimes of underachievement and social distress for the unwanted children.

Read full article: www.huffingtonpost.com